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Blockieren und Melden für unterschiedliche Zwecke nutzen

Blockieren und Melden sind zwei getrennte Entscheidungen. Bei der einen geht es darum, welche Kontakte du erhalten möchtest; mit der anderen bittest du einen Dienst, ein Verhalten zu prüfen. Lies vor beiden Schritten die aktuelle Beschreibung des Dienstes, damit du weißt, welche Wirkung er für die jeweilige Funktion angibt. Gehe nicht davon aus, dass alle Dating-Plattformen auf dieselbe Weise mit Konten oder Belegen umgehen.

Beginne mit dem gewünschten Ergebnis

Wenn du lediglich ein Gespräch nicht fortsetzen möchtest, kannst du den Kontakt beenden, ohne zu behaupten, dass eine Regel verletzt wurde. Wenn du bestimmte Nachrichten oder Handlungen prüfen lassen möchtest, benenne sie konkret. Die Weigerung, mit dir auszugehen, ist kein Grund, eine Beschwerde zu erfinden.

Beschreibe einen tatsächlichen Vorfall in klaren Worten: „Dieses Konto hat mir diese Nachrichten geschickt, nachdem ich darum gebeten hatte, den Kontakt zu beenden.“ Trenne deine Beobachtungen von deinen Vermutungen. Du musst dem Absender keine Diagnose zuschreiben oder seine Identität erläutern, um das Verhalten zu beschreiben.

Sichere relevante Informationen, bevor du den Zugriff änderst

Prüfe, ob der Dienst erklärt, was mit dem Gespräch geschieht, wenn du jemanden blockierst oder eine Verbindung entfernst. Wenn du Einzelheiten für eine Meldung brauchst, bewahre nur die relevanten Informationen auf, soweit du das auf angemessene Weise tun kannst. Veröffentliche das Material nicht allein deshalb, um zu beweisen, dass du es besitzt.

Notiere die Kontokennung, das Datum und die konkret betroffenen Inhalte. Nimm keine unbeteiligten privaten Nachrichten, Fotos oder Informationen über andere Personen auf, sofern sie nicht nötig sind, um die Meldung zu erklären. Mehr Material ergibt nicht automatisch eine klarere Darstellung.

Nutze die offiziellen Meldewege

Suche die Meldefunktion über die eigene Oberfläche oder die Hilfeseiten des Dienstes und nicht über einen Link, den dir das betreffende Konto geschickt hat. Verwende die vorgesehenen Kategorien, ohne Einzelheiten zu erfinden, damit der Vorfall unter eine schwerwiegendere Bezeichnung fällt. Wenn keine Kategorie genau passt, beschreibe den Vorfall im verfügbaren Textfeld.

Bewahre eine Bestätigung oder Vorgangsnummer auf, falls du eine erhältst. Eine eingereichte Meldung bedeutet nicht, dass der Dienst deine Einschätzung übernommen oder bereits über eine Maßnahme entschieden hat. Versprich einer anderen Person weder eine sofortige Entfernung des Kontos noch ein bestimmtes Ergebnis.

Verstehe die Grenzen einer Blockierung

Eine Blockierung eines Kontos ist keine allgemeingültige Sperre für alle Dienste, Geräte oder anonym zugänglichen öffentlichen Seiten. Prüfe, welche Informationen du weiterhin öffentlich machst. Teste nicht, ob dich eine Person noch erreichen kann, indem du den Kontakt wiederholt erneut öffnest.

Bei Drohungen oder unmittelbarer Gefahr ersetzt eine Meldung in einer App keine dringende Hilfe vor Ort. Bei gewöhnlichem unerwünschtem Kontakt kannst du die verfügbaren Funktionen nutzen und dich entscheiden, die Auseinandersetzung nicht weiterzuführen. Zum Blockieren brauchst du nicht die Zustimmung der anderen Person; eine Meldung sollte eine sachlich richtige Darstellung bleiben und nicht als Vergeltung dienen.

Weitere Informationen

eSafety Commissioner: Online-Dating. Die Beispiele sind redaktionell erstellt; informiere dich beim jeweiligen Dienst über die tatsächliche Funktionsweise und seine Verfahren zur Bearbeitung von Meldungen.

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