Ein herzliches Gespräch kann gleichzeitig mit einer Forderung stattfinden, der du nicht nachkommen solltest. Du musst nicht entscheiden, ob die gesamte Geschichte einer Person wahr ist, bevor du eine Geldzahlung ablehnst. Betrachte die Forderung getrennt von den Gefühlen, die durch das Gespräch entstanden sind.
Erkenne die Forderung statt eines Stereotyps
Die US-amerikanische Federal Trade Commission beschreibt Liebesbetrug, bei dem jemand eine Beziehung aufbaut und anschließend um Geld bittet, etwa für eine Reise oder eine dringende Ausgabe. Sie empfiehlt, einer romantischen Bekanntschaft, die man nicht persönlich getroffen hat, weder Geld noch Geschenke zu schicken. In ihren Beispielen kommen auch Forderungen nach Geschenkkarten, Überweisungen oder Kryptowährungen vor.
Nationalität, Akzent, Geschlecht oder trans Identität sind kein sinnvoller Ersatz dafür, die tatsächliche Forderung zu prüfen. Ebenso beweist ein vertraut wirkendes Foto nicht, dass hinter einem Konto die Person steht, die es vorgibt. Erkläre eine verdächtige Zahlungsaufforderung nicht mit Stereotypen über eine Gruppe.
Halte vor einer übereilten Handlung inne
Betrachte dieses redaktionelle Beispiel: Jemand behauptet, ein Ticket müsse noch heute Abend bezahlt werden, sonst ende die Beziehung. Du kannst antworten: „Ich werde kein Geld schicken“, ohne über einen kleineren Betrag zu verhandeln oder deine Zuneigung zu beweisen. Lass die Frist nicht zum Grund werden, weshalb du die Forderung nicht überdenkst.
Wenn du eine weitere Einschätzung möchtest, schildere einer Vertrauensperson die Forderung. Konzentriere das Gespräch auf das, worum du gebeten wurdest, statt eine Bestätigung dafür zu suchen, wie überzeugend oder liebevoll der Austausch wirkte.
Nutze Prüfungen, ohne sie als Beweis zu behandeln
Die FTC empfiehlt eine umgekehrte Bildersuche, wenn der Verdacht auf Liebesbetrug besteht. Eine Abweichung kann Fragen aufwerfen; das Ausbleiben von Ergebnissen bestätigt keine Identität. Sende nicht weiter Informationen oder Geld, während du auf eine Prüfung wartest, die dir vermeintliche Gewissheit verschaffen soll.
Du musst die Person nicht zur Rede stellen oder ein Geständnis erhalten, bevor du den Kontakt beendest. Veröffentliche ihre behauptete Identität nicht so, als hättest du festgestellt, wer das Konto kontrolliert. Ein Profil kann selbst die Angaben einer anderen Person enthalten.
Reagiere auf eine bereits erfolgte Zahlung
Die FTC empfiehlt, nach einer Zahlung an einen mutmaßlichen Betrüger unverzüglich den Zahlungsdienstleister oder die Bank zu kontaktieren und den Dienst zu benachrichtigen, über den der Kontakt begann. Die Nachfrage nach möglichen Schritten garantiert keine Rückerstattung. Verwende offizielle Kontaktdaten und keinen neuen Link, den dir die Person geschickt hat, die das Geld fordert.
Bewahre für den zuständigen Empfänger eine knappe Aufzeichnung der Forderung und der Transaktionsdaten auf. Du kannst einen Vorfall melden, ohne das romantische Gespräch fortzusetzen. Eine Meldung ist eine Bitte um Maßnahmen und weder ein Versprechen auf Rückerstattung noch auf eine sofortige Untersuchung.
Quelle
Federal Trade Commission: Wissenswertes über Liebesbetrug. Die genannten Hinweise zur Vorbeugung und Reaktion stammen aus dieser US-amerikanischen Verbraucherschutzquelle; die Gesprächsbeispiele und Hinweise zur Auslegung sind redaktionell erstellt.